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Pinus Amatus
Soldatenliebe
Heldenschmiede
Durchgeknallt
Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
Loser
Evangeliumsgeschichten
Janny
Schonungslos
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Meine publizierten Bücher.

Seine Heiligen - Roman Soldatenliebe loser Heldenschmiede - Erzählungen
Durchgeknallt - Roman Evangeliumsgeschichten für Kinder Schonungslos - Erzählungen Janny - Lebhafter Liebesroman Die Päckchenfamilie - Satierische Erzählungen

 

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Pinus Amatus


Pinus Amatus
Soldatenliebe
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Durchgeknallt
Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten
Janny
Schonungslos
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Pinus Amatus
Erlebnisse mit meinem gehörlosen geliebten Enkel

"Lieben Sie bedingungslos", ist die Botschaft des Autors dieses wunderbaren - von Liebe und Fürsorge getragenen - leicht zu lesenden Buches. Schrecken, Zukunftsängste, Verzweiflung und Hilflosigkeit verwandeln sich in Akzeptanz, durch die wunderbaren gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen. Der faszinierte Leser taucht ein in eine andere Dimension der Liebe und lässt die Chance erahnen, die sich aus dieser nach wie vor schwierigen Situation für die ganze Familie ergibt. - Wilfried Günther

 

Taschenbuch, 144 Seiten, 12 x 19 cm
Erschienen bei BoD, Norderstedt, April 2010
EUR 9,95
ISBN 9783839131527

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

 

 
 
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Soldatenliebe


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Heldenschmiede
Durchgeknallt
Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten
Janny
Schonungslos
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Soldatenliebe
Roman

Jürgen von Hallstatt ist ein richtiger Schwerenöter. Ist sein Interesse einmal geweckt, bleibt kein Rockzipfel vor ihm sicher, bis er eines Tages Veronika Mertens trifft.

Soldatenliebe ist ein Roman, in dem die Liebe einen Jungen zum Mann werden lässt.

Taschenbuch, 144 Seiten, 12 x 19 cm
Erschienen bei BoD, Norderstedt, Mai 2009
EUR 9,95
ISBN 9783839103623

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

 

 
 
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Heldenschmiede


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Evangeliumsgeschichten
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Heldenschmiede
Erzählungen

Satirische Erzählungen mit einem Spritzer Humor rund um das Thema Bundeswehr. Der Autor lässt seine Bundeswehrzeit noch einmal aufleben und gibt Einblick in die "Heldenschmiede" Deutschlands.

Taschenbuch, 144 S., 12x19 cm
Erschienen im Autorenverlag Artep, Freiburg, Jan. 2006
€11,50
ISBN 3-93654463-8

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

Leseprobe

 
 
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Durchgeknallt


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Heldenschmiede
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Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten
Janny
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Durchgeknallt - Roman

Durchgeknallt
Roman

"Wenn ein Ex-Polizist anfängt zu schreiben ..." Dann sollten Sie sich auf einiges gefasst machen! Hier erwartet Sie nicht nur Spannung von der ersten bis zur letzten Seite - hier lädt der Autor gekonnt hinter die Kulissen der Polizei ein und entführt Sie nach Mülheim an der Ruhr, wo mehrere Frauenmorde in kürzester Zeit die Kripo vor ein Rätsel stellen. Alle Spuren führen zu Markus Grabow, einem jungen Playboy, der fast alle Opfer gekannt hat. Eine Sonderkommission nimmt die Ermittlungen auf und stößt auf ungeahnte Probleme.

"So einen Krimi kann nur ein Polizist geschrieben haben" - Polizeiwache Freiburg-Herdern

"Ein richtiger Ruhrpottkrimi, frech im Dialog und erstklassig in der Wortführung, was die Spannung noch erhöht." - Lektorat LUMEN Verlag

"Ein absolutes MUSS, für jeden Krimifan!" - Leserin aus Nürnberg

"Die Mülheimer können stolz auf Peter Heilmann sein, der Roman bietet den richtigen Stoff für den nächsten Tatort-Krimi." - Petra Pauls, Verlegerin

Paperback, 192 Seiten, 12 x 19 cm
Erschienen im LUMEN Verlag, Freiburg, Dez. 2003
EUR 11,50
ISBN 3-936544-16-6

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

Leseprobe

 
     
 

Westdeutsche Allgemeine: "Durchgeknallt" auf Mülheims Straßen unterwegs   MEHR »

Neue Ruhr Zeitung: Ex-Polizist entführt Leser   MEHR »

 
 
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Seine Heiligen


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Seine Heiligen - Roman

SEINE HEILIGEN
Roman

Seine Heiligen handelt von einer Familie Krause (Vater, Mutter, Tochter und Sohn), die durch Missionare die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kennenlernt. Die Mitglieder der Familie geraten in die unterschiedlichsten Situationen und lösen die damit verbundenen Herausforderungen auf sehr individuelle Weise. Ein Roman, wie ihn das Leben schrieb.

"Dieser Roman ist sehr empfehlenswert, da er auf hervorragende Weise den Menschen die Lehren des Evangeliums näher bringt." (Günter Duwe, ehemaliger Pfahlpräsident)

Paperback, 220 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
Erschienen bei Libri BoD, Norderstedt, April 2014
EUR 12,95
ISBN 9783735792518

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

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Vergriffene 1. Auflage:
Seine Heiligen - Roman

 

 
 
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Die Päckenfamilie


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Die Päckchenfamilie - Satierische Erzählungen

Die Päckchenfamilie
Satirische Erzählungen

Satirische Erzählungen rund um die Paketzustellung in einem großen Versandhaus. Dem Leser werden sowohl die Boten als auch einige Zusammenhänge in der Branche näher gebracht.

80 Seiten, DIN A4, geheftet
Selbstverlag
EUR 7,00

- Vergriffen

 
 
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Loser


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Loser
Lausbubengeschichten

"Können Sie noch mal so ein paar Geschichten aus Ihrer Jugend erzählen?", werden die "Opas" von ein paar Jugendlichen gefragt. Schon ist man mitten in Lausbubengeschichten um den 12-jährigen Jungen mit dem Spitznamen "Loser".

Mit Charme und Witz entführt uns der Autor in eine Welt, in der "Die kleinen Strolche" sich wohlgefühlt hätten. Erinnerungen an die eigene Jugend sind hier garantiert.

Taschenbuch, 144 Seiten, 12 x 19 cm
Erschienen bei BoD, Norderstedt, Mai 2009
EUR 9,95
ISBN 9783839102039

Erhältlich im Buchhandel oder beim Autor.

 

 
 
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Evangeliumsgeschichten für Kinder


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Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten für Kinder

Evangeliumsgeschichten
für Kinder

Passagen aus den heiligen Schriften auf kindgerechte Weise erzählt.

2. Auflage, 80 Seiten, DIN A4, geheftet
Selbstverlag
EUR 7,00

- Vergriffen

 
 
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Janny


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Heldenschmiede
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Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten
Janny
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Janny - Am Manuskript wird gearbeitet.

Janny
Roman

Eine Liebesgeschichte. Eine junge Frau interessiert sich mehr für LKWs als für junge Männer. Zum Schluss gibt es doch einen glücklichen Opa.

53 Seiten. Eigenverlag, DIN A4, EUR 5,00

- Vergriffen

 
 
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Schonungslos


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Soldatenliebe
Heldenschmiede
Durchgeknallt
Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
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Evangeliumsgeschichten
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Schonungslos - Erzählungen

Schonungslos
Erzählungen

Aufbauend auf "Die Päckchenfamilie", wird beschrieben, aus welchen Beweggründen die einzelnen Boten zum "Konzern-Versand" gekommen sind. Einigkeit machte stark und führte dazu, dass alle Boten zu reichen Menschen wurden.

78 Seiten, DIN A4, geheftet
Selbstverlag
EUR 7,00

- Vergriffen

 
 
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Pinus Amatus
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Durchgeknallt
Seine Heiligen
Die Päckchenfamilie
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Seine Heiligen - Roman

Der flüssige Stahl ergießt sich goldgelb aus der Kokille in die Gussform. Die beiden Arbeiter in ihren feuerfesten und hitzeabweisenden Anzügen dirigieren sie an langen Stangen in die jeweils richtige Richtung. Eine „mörderische" Hitze umgibt sie. Diese Arbeit wird zwar weit über dem Durchschnitt bezahlt, aber sie ist auch kräfteraubend.

Nun ist die Kokille leer. Der Kran hebt sie höher und fährt damit zum Ende der Halle, wo sie auf einem speziellen Lagerplatz zum Abkühlen abgestellt wird.

Die beiden Männer nehmen ihre Helme ab, wischen sich fast wie auf Kommando den Schweiß von der Stirne und gehen in den Pausenraum.

„Nein danke, ich rauche nicht mehr."

Erstaunt sieht Erich Jablonski seinen Kollegen an. „Walter, jetzt willst du mich aber vernaatzen. Du und nicht mehr rauchen, das wäre genau so, als wenn der Rhein in Richtung Schweiz fließen würde. Nun komm, nimm schon."

„Nee, Werner, ich will nicht. Ich habe aufgehört mit der Qualmerei."

„Das fasse ich nicht. Seit wann denn?"

„Jetzt bin ich in der vierten Woche."

„So lange hältst du schon durch, wie hast du das denn geschafft?"

„Ich habe gesagt: Ich will nicht mehr rauchen. Dann habe ich die restlichen Zigaretten weggeworfen und das war's dann."

„Hör doch auf, mich zu verkohlen. Bei der Menge, die du geraucht hast, hört man doch nicht von einer auf die andere Minute auf. Da steckt doch mehr dahinter. Jetzt war ich gerade mal drei Wochen krank und habe dich alleine gelassen und schon hast du Geheimnisse vor mir", grient Werner.

„Da gibt es eigentlich gar kein Geheimnis. Vor ein paar Wochen kamen Mormonenmissionare zu uns nach Hause. Wir haben uns über Gott und den Sinn unseres Lebens unterhalten. An einem Tag..."

Erich Jablonski unterbricht seinen Kollegen: „Was heißt an einem Tag, sind die öfter bei euch gewesen?"

„Ja natürlich. Ich fand das sehr interessant, was die zu sagen hatten. Auf jeden Fall haben die an einem Tag davon gesprochen, dass Gott wünscht, dass wir unseren Körper frei von Schadstoffen halten sollen. Den Gedanken fand ich sehr gut. Deshalb habe ich aufgehört zu rauchen. Alkohol, Bohnenkaffee und schwarzen Tee trinke ich auch nicht mehr."

Werner tippt sich gegen die Stirne: „Jetzt hat es dich wohl total erwischt. Du bist doch durchgeknallt. Seit wann interessiert es dich, ob es einen Gott gibt und erst Recht, was er dir sagen will. Nee, mein Freund", er tippt wieder an die Stirne. „Bei aller Freundschaft. Wir kennen uns jetzt schon zwanzig Jahre, aber jetzt kann ich nur sagen, dass du spinnst. Was sagt eigentlich Monika dazu?"

„Sie findet das auch gut. Wir freuen uns immer darauf, dass wir uns mit den Missionaren unterhalten können. Das sind prima Jungens und vor allen Dinge ist das, was sie lehren nachvollziehbar, nicht so ein geheimnisvolles Zeug wie in anderen Religionen. Wir finden die Lehren gut."

„Du willst mir also ernsthaft sagen, dass du nicht mehr trinkst? Erinnerst du dich nicht mehr, wie oft wir zusammen einen gehoben haben und wie oft wir toffte Abende zusammen verbracht haben? Wie willst du das denn jetzt machen, so ohne Alkohol? Sei mal ganz ehrlich, du veräppelst mich doch?"

„Nein, mein Lieber, ich will dich nicht auf den Arm nehmen. Wir sind wirklich froh, dass wir die Religion gefunden haben. Besser wäre gesagt, dass die Missionare uns gefunden haben."

„Pass mal auf, du Schlaumeier. Wenn du jetzt so einen guten Draht zur Religion hast, dann frag doch mal, wieso Gott Kriege zulässt und warum es so viel Elend auf der Erde gibt. Du musst doch einsehen, dass es keinen Gott geben kann, denn wenn es einen gäbe, dann würde er doch nicht zulassen, dass sich seine Kinder gegenseitig umbringen, oder?"

„Darüber haben wir uns auch schon unterhalten. Das hängt mit der Entscheidungsfreiheit zusammen. Eines der höchsten Gesetze ist das Gesetz der Entscheidungsfreiheit. Wenn Gott eingreifen würde, dann würde er dem Menschen die Entscheidungsfreiheit nehmen und das kann er nicht, weil er dann gegen eines seiner Gesetze verstoßen würde."

„Das ist doch doof. Wenn die Kirchen behaupten, dass Gott allmächtig ist, dann müsste er das doch können?"

„Natürlich könnte er das. Aber, wenn er gegen ein Gesetz verstoßen würde, dann würde er aufhören, Gott zu sein."

„Das ist mir zu hoch."

„Wenn du Lust hast, dann kannst du ja heute Abend zu uns kommen. Die Missionare sind wieder da. Wir können die ja mal fragen, was die dazu sagen."

„Nee mein Lieber, das lassen wir mal lieber. Mit Kirche und Religion will ich nichts zu tun haben. Werde du mal schön alleine fromm, ich gehe lieber mit den Kollegen einen schlucken. Nee, mit Religion bleib mir mal vom Leibe." Mit den Worten dreht sich Erich Jablonski um und lässt Walter Krause stehen. Dieser sieht ihm erstaunt nach. Bis vorhin hatte er geglaubt, dass Erich und er sich sehr gut verstehen und über alles reden könnten.

SEINE HEILIGEN
Roman
(Seite 45-48)

 
 
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Durchgeknallt - Roman

Vickys Schritte mit den hochhackigen Stöckelschuhen hallen durch die menschenleere Straße. Die Bremer Straße führt sie direkt zum Heuweg, wo Karin wohnt. Hier, in diesem Stadtteil von Mülheim, wo alle Straßen nach norddeutschen Städten benannt sind, ist es tagsüber schön ruhig. Abends lassen nur noch wenige hellerleuchtete Fenster erkennen, dass es sich um von Menschen bewohnte, schmucke Häuser handelt. Fast alle haben den Wohnbereich zum Garten hin angelegt und an der Straße befinden sich lediglich die Küche und die sanitären Räume. Vicky, die in Gedanken schon bei Karin und auch bei dem Treffen mit Markus war, zuckt leicht zusammen, als der schwere Wagen neben ihr hält. Sie hatte ihn nicht ankommen gehört, da der Motor fast lautlos läuft. Die Beifahrertür befindet sich genau neben ihr. Das Fenster wird elektrisch herabgelassen. Offensichtlich möchte der Fahrer eine Auskunft. Sie bückt sich, um in das Fahrzeug sehen zu können.

"Schönen guten Abend. Können wir miteinander reden?"

Ohne Bedenken steigt Vicky ein und der Wagen gleitet fast lautlos, so wie er auch kam, davon. Im nahegelegenen Uhlenhorst, auf einem idyllischen Parkplatz, bleiben sie stehen.

"Können wir ein Stück gehen, oder geht das mit den hohen Absätzen nicht?"

Vicky nickt.

"Doch das geht, wenn wir auf den befestigten Wegen bleiben."

Sie steigen aus und entfernen sich langsam vom Auto. Er bietet ihr seinen Arm. Sie hakt sich ein. Durch den Stoff spürt sie seine starken Muskeln. Sie spürt eine feine Erregung, die sie fast immer überfällt, wenn sie einem Mann ganz nahe ist. Auf einer verschwiegenen Bank bleiben sie sitzen. Er legt zart seinen rechten Arm um sie und streichelt sanft die Schulter bis zum Hals hin. Nach wenigen Augenblicken spielt er an ihrem rechten Ohrläppchen und lässt den Zeigefinger hin und wieder zart bis zum Kinn gleiten. Die linke Hand erfasst die linke Schulter. Vicky schließt die Augen. Das zärtliche Streicheln durchrieselt sie vom Haaransatz bis in den Schoß. Sie genießt das warme Gefühl. Plötzlich packt die eben noch zart streichelnde Hand stahlhart zu. Das Kinn ist wie in einen Schraubstock gepresst. Die linke Hand drückt kraftvoll gegen die Schulter. Mit einem kräftigen Ruck wird ihr der Kopf nach rechts gerissen. Knirschend, knackend bricht die Nackenwirbelsäule. Nach einem ganz kurzen Aufbäumen erschlafft sie unter seinen Händen. Der Mörder schleift die Leiche hinter die Bank und geht zu seinem Fahrzeug zurück. Einen kurzen Augenblick später fährt er vor, lädt den leichten Körper in den Kofferraum, der mit Decken und Plastiktüten vorbereitet auf die Leiche des Mädchens zu warten scheint. Fast lautlos entfernt sich der schwere Wagen ungesehen in Richtung Stadtmitte, wo er unter all den anderen in der Anonymität versinkt.

Durchgeknallt
Roman
(Seite 64-65)

 
 
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Nach seiner Rede mussten wir uns beeilen. Vor dem Block warteten LKWs, die uns zur Kleiderkammer bringen sollten. Jetzt wurde es ernst. Jeder sollte jetzt alle Sachen erhalten, die ein richtiger Soldat benötigt. Ich freute mich schon sehr auf all die schönen Dinge. Vor der Kammer mussten wir uns in einer Reihe aufstellen. Dann ging es los. In dem riesigen Raum gab es eine Theke hinter der mehrere Soldaten standen. Der erste gab uns einen großen Sack, in den wir dann die Teile stecken konnten, die uns die anderen geben würden. Mit viel Sorgfalt wurden die Uniformteile für uns rausgesucht. "Welche Kleidergröße?"

"Mhh, weiß nicht so genau."

Ein Blick von oben nach unten über meine Figur. Ein Schwung Bekleidungsstücke wurde über die Theke geschoben. "Größe achtundvierzig. Passt. Der Nächste."

"Schuhgröße?"

"Keine Ahnung. Irgendwie zweiundvierzig, manchmal auch dreiundvierzig, je nachdem wie sie ausfallen."

Ein Schwung getragener Schuhe erreichte mich.

"Passt. Der Nächste."

"Mützengröße?"

"Keine Ahnung, habe noch nie eine getragen."

Ein Blick taxiert meinen Kopf. "Hier aufsetzen."

Ich setze die Mütze auf. Sie passt wie angegossen. Staunend gehe ich zu dem weiter, der mir einen Stahlhelm in die Hand drückt. "Den brauchst Du nicht zu probieren, den kannst Du einstellen."

Ganz zum Schluss der Aktion erhielten wir noch einen großen und einen kleinen Rucksack. Offensichtlich wollte man mit uns ein paar Wanderungen unternehmen. Bisher war ich nur im Hochgebirge gewandert, als ich mit meinen Eltern im Urlaub war. Ich freute mich schon sehr darauf, zumal wir auch noch eine Feldflasche und Essbesteck bekamen. Das deutete darauf hin, dass wir am Lagerfeuer sitzen und essen würden. Jetzt bekam ich langsam Freude am Soldatenleben. Leider musste ich mein Zelt und den Schlafsack reklamieren. Das Zelt bestand nur aus einer Hälfte und der Schlafsack war wohl älter, denn die untere Hälfte war mit einem Reißverschluss angesetzt. Jetzt wurde der Soldat hinter der Theke zum erstenmal unhöflich. Als ich ihn auf die Fehler am Material hinwies, sagte er grob: "Schleich Dich!"

Als wir alles hatten, mussten wir den schweren Sack über der Schulter und viele Teile, die nicht im Sack geknautscht werden durften, wie zum Beispiel die Ausgehuniform und den Dienstanzug, über dem Arm tragen. Mit dem ganzen Zeug mussten wir jetzt auf die Ladefläche des LKWs klettern. Sehr hilfreich waren die freundlich ermunternden Worte unserer Gruppenführer. Besonders nett war der Zugführer, der mich in sein Herz geschlossen hatte. Er stellte sich neben mich und fragte sanft in angemessener Lautstärke: "Darf ich dem Herrn Grafen beim Aufsteigen helfen?"

"Sehr gern." Spontan schleuderte ich den Seesack von der Schulter, ihm in die Arme, die er reflexartig zum Fangen ausbreitete. Der Schwung kam wohl zu plötzlich, vielleicht stand er auch nicht richtig, auf jeden Fall fiel er rückwärts stolpernd um. Hilfsbereit hielt ich ihm die Hand hin. "Kommen Sie, ich helfe Ihnen. Den Grafen können Sie weglassen. Es reicht, wenn Sie mich beim Namen nennen."

Meine Hilfe nahm er nicht an. Ich verstehe nicht, wieso er meinem Seesack einen Tritt gab. Er sagte kein Wort, sah mich nur sehr eigenartig an und ging dann davon. Sicherlich hatte er mich nun ganz tief ins Herz geschlossen, denn von da an suchte er bei jeder Gelegenheit meine Nähe. Unser Stabsunteroffizier war eifersüchtig. Kaum hatten wir die Stube betreten, schimpfte er los: "Das war eine super Leistung! Jetzt lässt der kein Auge mehr von Dir und wir werden ständig überwacht. Mist, großer Mist! Ich wollte es hier richtig gemütlich angehen lassen. Wenn der mir jetzt auch auf die Füße tritt, dann mache ich Dich lang!"

Ratlos schaute ich meine Kameraden an, als er den Raum verlassen hatte und die Tür hinter ihm knallte. Die meisten zuckten nur mit den Schultern.

Wenig später kam ein Gefreiter, der uns zeigte, wie wir unsere Sachen richtig falten und in den Spind einräumen mussten. Er brachte ein paar Pappstreifen mit. Jeweils einer wurde vorne in das Unterhemd oder Hemd gesteckt, sodass die vordere Faltkante genau rechtwinkelig zu liegen kam. Alle Wäscheteile übereinander mussten dann eine gerade Fläche bilden. Es sollte aussehen, als habe man ein Bild von aufeinander gestapelter Wäsche in den Schrank gestellt. Jedes Uniformteil hatte seinen vorgeschriebenen Platz. Der einzige Teil des Schrankes, den niemand außer dem Inhaber ansehen durfte, war ein kleines abschließbares Fach, in dem wir unsere persönlichen Wertsachen aufbewahren konnten.

Wenn ich es im Nachhinein überlege, so habe ich ausgerechnet, dass die Grundausbildung um mindestens zwei Wochen kürzer sein könnte, wenn auf das formelle Wäschefalten verzichtet würde.

Als ich frisch verheiratet war, wollte ich meiner lieben Frau eine Freude bereiten. Ich machte morgens mein Bett, wie ich es gelernt hatte, und faltete die Wäsche eben so. Sie kam ins Schlafzimmer, schaute auf mein Bett, öffnete dann wortlos den Schrank und warf einen Blick auf meine Hemden und nahm eines heraus. "Das ist ja lieb von Dir gemeint, aber wir sind hier nicht beim Bund. Was soll denn der Pappstreifen bedeuten? Wer hat Dir denn den Blödsinn gezeigt? Nein, mein Schatz, vergiss alles. Ich mache das anders."

Mit einem geschickten Schwung flog das Hemd nach vorne. Sie hielt es nur an den Schultern fest. Beim Rückwärtsschwung legten sich die Ärmel automatisch so nach innen, dass sie nun das Hemd nur noch zusammenklappte. Ich war sprachlos. Im Sommer sind wir siebenunddreißig Jahre verheiratet. Obwohl ich seit Jahren übe, beherrsche ich diese Technik noch nicht perfekt. Irgendwo schaut immer ein Teil des Ärmels an der falschen Stelle hervor.

Gut, dass wir diese Technik nicht beim Bund lernen mussten. Die Grundausbildung würde Jahre dauern, weil dort ja Wäsche falten und Stube putzen wichtiger scheint als alle anderen Dinge.

Heldenschmiede
Erzählungen
(Seite 20-25)

 
 
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© Copyright by Peter Heilmann - Aktualisiert: Montag, 07-Apr-2014